DMR oder D-Star
Analoge Funkbetriebsarten sind allgemein bekannt, bei den digitalen Betriebsarten fällt dem Funkamateur auf den UKW-Bändern zuerst D-Star ein. Es gibt aber noch einige andere, leider alle untereinander nicht kompatible Übertragungsverfahren. Welche im Amateurfunk benutzt werden und worin der Unterschied besteht, auch die Vorteile von DMR gegenüber D-Star, hat DO1ABC auf seiner Webseite erklärt.

 

Hersteller und Optionen beim Kauf eines DMR Gerätes.

Ein DMR Gerät kann sich jeder Interessierte leisten! Es ist für jeden Geldbeutel etwas vorhanden und es wird, wie bei allen Geräten im Amateurfunksektor, ständig nachgebessert und Neues kommt nach und nach hinzu.

 

Zur Zeit (Anfang 2015) gibt es Geräte der Hersteller Hytera, Tytera, Motorola, Connect Systems, Kenwood und Vertex Standard. Die Geräte der Firma Connect Systems (CS-700 und baugleiche) sind verhältnismäßig günstige Einsteiger Geräte. Auch wenn es erst wie ein Nischenprodukt aussieht, überzeugt die Qualität und das Handling durchaus und Nachbesserungen wie Updates der Firmware sind in Zukunft genau so zu erwarten, wie bei den namhaften Herstellern. Geräte des Herstellers Tytera sind am preiswertesten, Erfahrungen liegen mit dem Hersteller aber (noch) nicht vor.

 

Geräte der Marke Hytera, Motorola, Kenwood und Vertex Standard sind teurer als andere, aber eben auch qualitativ noch hochwertiger, da alle Hersteller aus dem kommerziellen Sektor abstammen, die Geräte von dort in den Amateurfunkbereich übernommen und geringfügig angepasst haben. Das erklärt auch die Produktvielfalt der Hersteller, wenn es um Optionen wie mit oder ohne GPS Modul, Hand- oder Mobilfunkgerät etc. geht.

 

Jeder der plant, sich ein DMR-Gerät anzuschaffen, sollte vorher überlegen, welche Optionen er benötigt bzw. gerne haben möchte – Je nach Umfang spiegelt sich das natürlich direkt im Preis wieder!

 

Einsteigermodelle sind hier ganz klar das CS-700 oder aber auch einfache Geräte von Motorola wie z.B. das DP-3400. Alle beide sind Handfunkgeräte der unteren Preisklasse, aber schon mit signifikanten Unterschieden. So hat das CS-700 bereits ein Display und viele Speicherplätze, das DP-3400 „nur" 32 Speicherplätze und kein Display. Je nach Anforderung sind beide für den lokalen Betrieb für jeden OM gut geeignet und können schnell in der Bedienung erlernt werden.

 

Wer mehr möchte, greift dann meistens zu Hytera- oder Motorola-Geräte der mittleren bis hohen Preisklasse. Neu hinzugekommen ist Kenwood. Diese besitzen dann immer ein Display (meist auch in Farbe), ausreichend Speicherplätze und je nach Optionen z.B. auch GPS. Das GPS bietet die Möglichkeit, zukünftig auch APRS über das digitale Netz zu betreiben, ohne viel Umstände direkt aus dem Hand-/ Mobilgerät.

 

Das sind aber nur wenige Beispiele, eine genaue Betrachtung der jeweiligen technischen Daten sowie Vor- und Nachteile der verschiedenen Marken und Geräte ist im Vorfeld eines Neukaufs immer zu empfehlen! Dazu kann man in unzähligen Foren Testberichte nachlesen oder mit anderen Funkamateuren sprechen, die bereits Erfahrung gesammelt haben und Geräte auch im praktischen Betrieb vorführen können.

 

Alle gängigen Repeater werden ebenfalls durch Motorola- oder Hytera-Geräte betrieben und bilden somit 2 unterschiedliche „Lager“ der Mentalität ab, die den Amateurfunk mit der DMR-Welt in zwei Hälften teilt. Die eine Hälfte schwört auf Motorola, die andere auf Hytera – beides vereint sich dann wieder beim gemeinsamen QSO, wo es nicht darauf ankommt wer welches Gerät hat, sondern auf das Miteinander. Grundsätzlich sind alle Geräte untereinander kompatibel, die Netze der Repeater sind mit kleinen Ausnahmen zusammen geschaltet, aber es kommt trotzdem immer auf den jeweiligen Verantwortlichen des Repeaters an, was dieser kann, darf und welche Funktionen aktiviert sind.

 

Hytera war auf der HamRadio 2014 mit einem eigenen Stand vertreten und jeder Besucher hatte so die Möglichkeit, seine Eindrücke, Verbesserungsvorschläge und Kritiken im direkten Gespräch zu äußern, damit diese dann nach und nach in die kommenden Updates mit einfließen können. Es ist sehr positiv, das neben großen Marken wie Icom und Yaesu nun auch Hytera den Weg zum direkten Gespräch mit den aktiven Funkamateuren gefunden hat, da so ein gutes Verhältnis zwischen Kunde und Hersteller aufgebaut werden kann.

 

Standalone Repeaterlösungen zeigen hier deutlich den Weg der Zukunft im digitalen Zeitalter. Mitunter muss nur noch eine Antenne angeschlossen, kurz die Software passend konfiguriert werden und schon ist ein neuer Repeater in der Luft, der das Weltweite DMR-Netz mit vergrößert, und einen weiteren „weißen Fleck“ in der Ausleuchtungskarte mit Farbe füllt.

 

DBØWT läuft ebenfalls auf Basis eines Hytera-Repeaters und ist ein Bauteil im DMR-Puzzle, welches den Bereich Lippe digital versorgt.